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Update: Das Kulturreferat in Tittmoning wird nun an durch den Ersten Bürgermeister übernommen.

Die SK³ dankt dem Bürgermeister und dem Stadtrat für diese Entscheidung.

Pressestatement, München, den 15. Juni 2026

bzgl. der Besetzung des Kulturreferats in der Stadt Tittmoning

Wir, die SK³ – Ständige Konferenz für Kunst und Kultur in Bayern e.V. – und die Landesvereinigung Kulturelle Bildung Bayern (LKB:BY) sind tief besorgt über die Entscheidung des Stadtrats Tittmoning, ein Mitglied der AfD zum Kulturreferenten zu wählen.

Diese Entscheidung steht aus unserer Sicht im Widerspruch zu den Grundwerten, auf denen Kunst, Kultur und Kulturelle Bildung beruhen: Offenheit, Vielfalt, Inklusion, demokratische Teilhabe und Weltoffenheit. Der Kulturbereich lebt von der Freiheit der Kunst, vom respektvollen Dialog und vom Austausch über gesellschaftliche, kulturelle und soziale Grenzen hinweg. Wir erwarten von politischen Verantwortungsträgerinnen und Verantwortungsträgern im Kulturbereich, dass sie diese Werte nicht nur achten, sondern aktiv vertreten und fördern.

Das Amt des Kulturreferenten ist mit einer besonderen Verantwortung verbunden. Es prägt die kulturpolitische Ausrichtung einer Kommune, gestaltet Rahmenbedingungen für Kunst und Kultur, wirkt auf das gesellschaftliche Zusammenleben ein und repräsentiert die Stadt nach außen. Umso bedenklicher ist es, wenn die Besetzung dieses Amtes offenbar allein im Rahmen einer pauschalen Verteilung von Referaten auf die Fraktionen erfolgt, ohne der besonderen Bedeutung des Kulturbereichs Rechnung zu tragen.

Die SK³ und die LKB:BY verstehen Kulturpolitik als Querschnittsaufgabe, die den gesamten Kulturbereich – von der Förderung professioneller Kunst über die Freie Szene bis hin zur Kulturellen Bildung – umfasst. Dafür braucht es Verantwortliche, deren Haltung den Prinzipien einer offenen, pluralistischen, liberalen und demokratischen Gesellschaft verpflichtet ist.

Wir appellieren daher an den Stadtrat Tittmoning, seine Entscheidung zu überdenken und die Besetzung des Kulturreferats im Sinne der Verantwortung gegenüber Kunst, Kultur und der demokratischen Zivilgesellschaft neu zu bewerten.