Zum Hauptinhalt springen

Befragung der Absolventinnen und Absolventen künstlerischer Studiengänge gestartet

Mit dieser Umfrage möchten wir in Kooperation mit den Hochschulen, Berufsfachschulen und Akademien künstlerischer Ausbildungen in Bayern mehr über die Anliegen der Berufsstarterinnen und -starter erfahren: Welche Ziele verfolgen junge Kulturschaffende in Bayern? Wie gut sind sie auf das Berufsleben vorbereitet? Welche Unterstützung brauchen sie?

Die Antworten helfen uns, die Interessen der jungen Künstlerinnen und Künstler sowie Kulturschaffenden in Zukunft besser zu vertreten. 

Diese Befragung richtet sich an Absolventinnen und Absolventen künstlerisch-praktischer Studien- und Ausbildungsgänge in Bayern der letzten 5 Jahre. 

Die Befragung läuft noch bis Ende Februar und kann auf Deutsch oder Englisch ausgefüllt werden. Die Daten werden anonymisiert – lassen sich aber für die einzelnen Ausbildungs-/Studienstätten zuordnen. Sie finden die Umfrage unter folgendem Link:

https://sk3-bayern.limesurvey.net/175655?lang=de&newtest=Y

Wir freuen uns schon auf die Ergebnisse!

München, den 19. Januar 2026

Kulturelle Landkarte Bayerns

Bayern ist alles zugleich: von den Alpen bis zu den Seen, von Stadt bis Dorf, von Tradition bis Innovation, von Bühne bis Atelier. Jede Gegend trägt ihre eigene Identität. Jede Region bringt ihre eigenen Stimmen, Traditionen und Ideen ein. Jede Stadt, jeder Ort hat unterschiedliche Bedürfnisse – und genau darin liegt die Stärke: eine kulturelle Vielfalt, die sich aus vielen individuellen Identitäten zusammensetzt.

Mit Kulturelle Landkarte Bayerns werfen wir einen Blick auf die Projekte unserer Mitglieder. Doch die kulturelle Vielfalt in den Regionen geht weit darüber hinaus – voller verborgener Orte, Geschichten und Kunstwerke, die wir nicht vollständig beschreiben können.

Pressemitteilung, München, den 3. Dezember 2025

Kommunale Finanznot gefährdet Kunst und Kultur – Verantwortung beim Einsatz des Sondervermögens

Kunst und Kultur in Städten, kleineren Kommunen und im ländlichen Raum in ganz Deutschland sind angesichts der angespannten Haushaltslage der Kommunen massiv bedroht. Auch alle Bereiche von Kunst und Kultur – Darstellende Künste, Musik, bildende Kunst, kulturelle Bildung, Tanz, soziokulturelle Zentren und freie Initiativen – sind unmittelbar betroffen. Gerade die „freiwilligen Leistungen“ sind für ein pulsierendes kulturelles Leben unverzichtbar, weil Künstlerinnen und Künstler, Veranstaltungen und Initiativen mit ihren Aktivitäten kulturelle Infrastruktur erst mit Sinn erfüllen.

Die SK³ - Ständige Konferenz für Kunst und Kultur in Bayern begrüßt die Beteiligung der Kommunen am Sondervermögen Infrastruktur und fordert diese auf, diese Mittel zum Erhalt kultureller Einrichtungen zu verwenden. Sollte die Sicherung der Infrastruktur in den Städten durch die Anteile am Sondervermögen gelingen, sind die Städte in besonderer Verantwortung für den Erhalt von Künstlerinnen und Künstlern sowie der freiwilligen Leistungen im Kulturbereich. Die Streichung freiwilliger Leistungen erscheint oft als juristisch einfach gangbarer Weg, führt jedoch zu einem kulturellen Kahlschlag, der mit der Bayerischen Verfassung nicht im Einklang steht. Durch stabile kommunale Förderung im Zusammenspiel mit den Fördersystemen, die unsere Mitgliedsverbände– vom Freistaat gefördert - beisteuern, lässt sich die kulturelle Lebendigkeit sichern und weiter ausbauen. Der kommunalen Finanzausgleich 2026 kann den Kommunen in der aktuellen Finanzlage dringend benötigte Handlungsspielräume für den Kulturbereich eröffnen.

Die SK³ appelliert an den Bayerischen Städtetag, enger zusammenzuwirken: durch kommunales Engagement und durch die Förderprogramme der SK³-Verbände, die komplementäre Mittel des Freistaats ergänzen können. Der Freistaat wiederum ist in der Pflicht diese Förderprogramme auszubauen. So lässt sich kulturelle Vielfalt stabilisieren und weiterentwickeln.

Zugleich braucht es neue Wege der Finanzierung kommunaler Kultur – etwa Digitalabgaben, Beteiligung an unerwarteten Steuererlösen, Kooperationsfonds oder weitere ergänzende Modelle. Der kommunale Finanzausgleich allein reicht hierfür nicht aus.

Kunst und Kultur sind kein Luxus, sondern Grundvoraussetzung lebendiger Städte und starker Gemeinschaften.

Pressemitteilung, München, den 18. September 2025

Ein Sommer der kulturpolitischen Grundsatzdebatten: Kunstfreiheit bewahren und Kulturpolitik zukunftsfähig gestalten

Traditionell konzentriert sich eine kulturpolitische Interessenvertretung vor allem darauf, Fördermittel zu sichern, gute Arbeitsbedingungen zu schaffen und ausreichende Kulturetats zu gewährleisten. Doch seit Beginn dieses Jahres geraten die grundlegenden Werte, auf denen die Produktionsbedingungen künstlerischen Schaffens beruhen – Kunstfreiheit, Vielfalt, Toleranz und Kultur als Menschenrecht – zunehmend ins Wanken.

Der Beauftragte für Kunst und Medien der Bundesregierung, Wolfram Weimer, positioniert sich als Verteidiger der Kunstfreiheit, die er vor allem durch eine vermeintliche „linke Cancel Culture“ bedroht sieht. Dabei darf die Autonomie der Kunst jedoch nie losgelöst von der Gesellschaft betrachtet werden, in der sie entsteht und wahrgenommen wird. Kunst trägt stets auch ein politisches Element in sich. Eine Politik, die eine offene Gesellschaft fördern will, darf die Kunstfreiheit nicht als Instrument bürgerlich-konservativer Eliten missbrauchen, um sie gegen andere gesellschaftliche Gruppen auszuspielen. Offenheit bedeutet vielmehr Integration – und für die Kunstfreiheit müssen wir alle gemeinsam eintreten!

In den vergangenen Jahrzehnten wurde auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene erkämpft, dass Kulturpolitik die Förderung kultureller Vielfalt sowohl in Institutionen als auch in der freien Szene vorantreibt, mit dem Ziel, Kultur für alle Bevölkerungsschichten zugänglich zu machen. Werte wie Toleranz, Diversität und demokratisches Verständnis wurden dabei als zentrale Leitlinien öffentlicher Förderprogramme verankert.

Eine Politik, die den Großteil der finanziellen Mittel in den Ausbau etablierter Institutionen investiert, übersieht jedoch die Künstlerinnen und Künstler sowie das Publikum, die diese mit Leben erfüllen. Besonders bedenklich ist, dass für Kulturschaffende innerhalb und außerhalb der Institutionen oft nur geringe Mittel verbleiben. Diese Entwicklung ist nicht neu: Viele professionelle Kulturschaffende arbeiten weiterhin unter prekären Arbeits- und Vergütungsbedingungen, obwohl sie als Teil der Kunst- und Kreativwirtschaft die drittgrößte Wirtschaftsbranche in Bayern mitprägen. Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, sind langfristige Investitionen in Künstlerinnen und Künstler, Veranstaltende und Kreative – von der Ausbildung bis zur Altersabsicherung – unerlässlich. Es braucht Menschen, die Kunst schaffen, und Institutionen, die deren Kontinuität und Präsenz sichern.

Kultur entsteht vor Ort – in Gemeinden und Städten, durch ansässige Kulturschaffende, Bürgerinnen und Bürger, Kunstvereine, Kulturämter und Museen. Angesichts angespannter kommunaler Haushalte darf es keinen Abbau der Kulturetats geben. Sparmaßnahmen in diesem sensiblen Bereich füllen keine Haushaltslöcher, sondern schaden dem gesellschaftlichen Zusammenhalt und dem kulturellen Standort. Kommunen dürfen mit dieser Herausforderung nicht allein gelassen werden, sondern benötigen Unterstützung von Land und Bund.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Welche Konsequenzen ziehen wir aus diesen Debatten? Eine Kulturpolitik, die Kunst im Sinne eigener „Werte“ instrumentalisieren will, verwandelt sie in Propaganda. Zukunftsfähige Kulturpolitik hingegen schafft die Rahmenbedingungen, in denen Kunst sich frei entfalten kann – auch wenn sie unbequem ist. Dafür braucht Kunst besondere rechtliche und steuerliche Voraussetzungen, eine passgenaue soziale Absicherung für Soloselbstständige und Beschäftigte in kurzen Arbeitsverhältnissen, Investitionen in die kulturelle Infrastruktur sowie eine Finanzierung, die angemessene Honorare und damit ein solides Auskommen für Künstlerinnen und Künstler gewährleistet. Freie Kunst benötigt den Rückhalt einer starken und offenen Kulturpolitik!

 

München, den 1. Juli 2025

Die kulturelle Szene und ihre Herausforderungen 

Wie sieht die Lebens- und Arbeitsrealität von Kulturschaffenden in Bayern aus? In Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern aber auch Veranstaltenden und anderen kulturellen Akteuren der verschiedenen Kunstsparten nähern wir uns dieser Fragestellung. Das Ergebnis sind Einblicke in den individuellen kreativen Schaffensprozess, der unsere Kulturlandschaft im Freistaat vielfältig macht.

Hier geht es zu den Interviews

Die Interviews werden fortlaufend ergänzt.